Freitag, den 8. Juni 2018

Länge: 10 km

An- und Abreise: 9 Uhr Abfahrt mit Bus ab KiEZ Querxenland bis Zittau Westpark, Rückfahrt 15:41 Uhr mit Trilex ab Bahnhof Zittau nach Seifhennersdorf, Transfer mit Bus abh Bhf. Seifhennersdorf zum Quartier möglich

Wir starten unsere Tour im Westen von Zittau und stellen schnell fest: wir sind hier im Grünen. Es geht am Burgteich im Westpark vorbei, eigentlich könnte man sich hier schon das erste Mal verweilen, aber es soll zum Olbersdorfer See gehen. Der Olbersdorfer See ist ein ehemaliger Braunkohletagebau mit einer langen Geschichte. Im Juni  des Jahres 1800 bildete sich eine Gesellschaft die auf dem Zeißigschen Bauerngut in Olbersdorf Braunkohle förderte, da der Bedarf von Brennmaterial in Zittau stark angestiegen war und Bau- und Brennholz im Stadtwald nicht so schnell nachwuchs. Bis zu seiner Stilllegung 1991 wurden hier 21,5 Mio Tonnen Rohbraunkohle gefördert. Ein ehemaliger Arbeiter der Grube und Mitglied der NaturFreunde Ortsgruppe Löbau wird uns hier interessante Informationen dazu geben können.

Im selben Jahr begannen die Rekultivierungsarbeiten. Im Jahr 1999 ist der See Teil der 2. Sächsischen Landesgartenschau in Zittau unter dem Thema „Landschaft nach dem Bergbau“. Dann geht es weiter, wir wandern auf dem Lehrpfad um den See am Grundbach, dessen Quelle südwestlich des Jonsberges liegt, entlang. Ein Abstecher zur Kirchbergaussicht, Standort der ehemaligen Dorfkirche, ist eingeplant. Weiter geht es nach Olbersdorf zum Vorstadtbahnhof der Zittauer Schmalspurbahn. Ein kleines Stück entlang der Bahnlinie geht es nach Zittau, es ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Görlitz und nach der Kreisstadt Görlitz die zweitgrößte Stadt im Landkreis. Erstmals 1238 urkundlich erwähnt, gehört Zittau neben Bautzen, Görlitz, Kamenz, Lauban und Löbau zum Oberlausitzer Sechsstädtebund. Vorbei am Rathaus, das 1840-1845 von Stadtbaumeister Carl August Schramm im Stil oberitalienischer Paläste der Spätgotik und Frührenaissance erbaut wurde, zur St. Johanniskirche, einem sakrales Hauptwerk von Karl Friedrich Schinkel aus dem Jahre 1837, von deren 60 m hohen Turm man weit ins Zittauer Gebirge schauen kann.

Vorbei an der  Klosterkirche, der Kirche des ehemaligen Franziskanerklosters, zum Grünen Ring von Zittau, auch hier werden wir das eine oder andere Sehenswerte dieser altehrwürdigen Stadt entdecken. Unsere letzte Station wird der Bahnhof von Zittau sein, der aus dem Jahre 1859 stammt und im Rundbogenstil mit neogotischen Elementen erbaut wurde.

Text und Bilder: Pia Liebig (NaturFreunde Löbau)


Fluss Mandau am Westpark (links) und Olbersdorfer See (rechts)


Blick vom Olbersdorder See ins Zittauer Gebirge (links)


Klosterkirche Zittau


Blick zur St. Johanniskirche in Zittau (Turmbesichtigung möglich)